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Objekt


Renate Bodmer

Renate Bodmer (*1945)
Figur, Ton, 1991
Höhe 8 cm, mit Holzschachtel

Renate Bodmer

Renate Bodmer
(*1939 in Zofingen)

In den neunziger Jahren arbeitete Bodmer in Kohle auf Papier, um die «ganz normalen Alltagsschrecken», so der Titel einer Kunstkritik von Fritz Billeter im Züri-Tipp von 1993, darzustellen: «Oft sind sie ein bisschen unheimlich, diese Geschichten, oft unheimlich normal… Sie erzählen uns das, was wir gegenseitig – insbesondere den Kindern und den Alten – häufig gedankenlos antun.» Die verdichteten Räume, in denen alle Schattierungen zwischen Weiss und Schwarz vorkommen und die Bodmer als «aufgezeichneten Kindheitserinnerungen» betitelte, erinnern an Marionettenstuben.
In den Jahren 2006 und 2007 schuf Bodmer Arbeiten mit Pflanzen- und Blumenmotiven. Mit einem bauschigen Pinsel trug die Künstlerin lichtechte Tusche verdünnt und mit Schwung auf grossformatiges Hahnenmühlepapier auf. Die aus einem «Guss» entstandenen Zeichnungen funktionieren sowohl als Negativ- wie auch als Positivform. «Verwelktes Kraut» besticht durch seine lapidare Einfachheit. Das knorpelige Gewächs breitet sich fliessend über die Blattfläche aus und endet in feinen Verästelungen und Blüten. Bar jeglicher Narration vergegenwärtigt das Hier und Jetzt des reinen Schauens.

Links:
•  Stadt Winterthur
•  www.kuenstlergruppe.ch

Grafik

Renate Bodmer

Renate Bodmer (*1945)
Radierung 38/120, 2005
Blattgrösse: 36 x 43 cm
Motivgrösse: 19.5 x 18 cm

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©  galerie und edition ge ch-winterthur  -  08.12.2019